Hybrid Kühlboxen – 2 Kühlsysteme in einer Box

Neben den Boxen mit einem Kühlsystem wie Kompressor oder Absorber gibt es auch die sogenannten Hybrid-Kühlboxen

Meist handelt es sich hierbei um preisgünstige Kühlboxen, die einen Kompromiss zur teuren Kompressor-Version darstellen sollen.

Kompressorkühlungen mit Niederspannung (12V/24V) sind deutlich teurer als die 230V Ausführung für Netzspannung, die in wesentlich höheren Stückzahlen für jeden Haushaltskühlschrank produziert werden. Aus diesem Grund werden in preisgünstigen Kühlboxen gerne Kompressorsysteme für den Betrieb an Netzspannung und zusätzlich für den mobilen Einsatz preisgünstige thermoelektrische Peltier-Einheiten verbaut. Durch diese Kombination kann ein Marktpreis von ca. 200€ erreicht werden, der natürlich einen großen Kaufanreiz weckt, wenn reine Kompressorkühlboxen in ähnlicher Größe bei knapp 600€ anfangen. Der günstige Anschaffungpreis wird jedoch mit geringer Kühlleistung und extrem hohem Stromverbrauch im 12V Betrieb “teuer” erkauft. Neben dem hohen Stromverbrauch durch das Peltierelement wirkt sich auch der schlechte Isolationswert des Kühlelements im Ruhezustand negativ auf die Energiebilanz aus.

Vorteile der Hybrid-Boxen:

  • Preisgünstig in der Anschaffung
  • Gute Kühlleistung bei Netzbetrieb

Nachteile der Hybrid-Boxen:

  • Bei 12V extrem schlechter Wirkungsgrad
  • Bei 12V etwa 8x höherer Stromverbrauch im Vergleich zu einer “echten” Kompressorbox
  • Bei 12V nur maximal 20° unter Umgebungstemperatur möglich

Anwendung:
Eine Hybridbox ist ein interessanter Kompromiss, wenn sie hauptsächlich mit Netzspannung betrieben wird. Wer allerdings auch autark mit Solarstrom steht wird wenig Freude an diesen Boxen haben, da der Stromverbrauch bei 12V extrem hoch ist.

Bei einschlägigen Tests wird meist der Inhalt im Kompressorbetrieb vorgekühlt und im Anschluss mit der thermoelektrischen Kühlung nur auf Temperatur gehalten.

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